Bärlauch – Achtung Verwechslungsgefahr!

Endlich Frühling! Wenn im März die ersten kräftigen Sonnenstrahlen auf den Boden fallen, ist es soweit – es ist Bärlauchzeit! Wir lieben es, durch die herrlich duftenden Bärlauchfelder im Wienerwald zu spazieren.

BärlauchBärlauch

Mit Bärlauch lässt sich so viel Leckeres und Gesundes zubereiten. Beim Pflücken von Bärlauch ist allerdings Vorsicht geboten. Es gibt einige wichtige Punkte zu beachten, damit man nicht versehentlich auch mitunter giftige Pflanzen sammelt.

Generell sollte Bärlauch nur gesammelt werden, wenn man bereits Erfahrungen mit dem Sammeln von Pflanzen hat um bestimmte Merkmale auch eindeutig als solche zu erkennen. Wer sich nicht sicher ist, sollte Bärlauch nicht selbst sammeln. Es kommt nämlich immer wieder zu Verwechslungen mit Herbstzeitlose, Maiglöckchen und Salomonssiegel. Dabei ist besondere Vorsicht – weil meist tödlich – bei Herbstzeitlose angebracht.

Hier einige Fakten und Tipps:

  • Bärlauchblätter wachsen einzeln aus dem Boden.
  • Frische Bärlauchblätter knicken leicht ab und lassen sich auch leicht verreiben.
  • Bärlauchblätter sind deutlich in eine lanzettähnliche Blattfläche und in einen dünnen Blattstiel gegliedert (siehe Bild).
Bärlauchblatt

Bärlauchblatt

  • Die Blattoberfläche ist glänzend und die Unterseite des Blattes ist matt.
  • Nur ausgewachsene Bärlauchblätter sammeln, denn bei sehr kleinen jungen Blättern ist die Unterscheidung zu anderen Pflanzen schwieriger.
  • Bärlauchblätter sollten einzeln gesammelt werden und nicht im Büschel ausgerissen werden.
  • Sehr charakteristisch: die Blätter verströmen einen knoblauchartigen Geruch. Dies sollte allerdings nicht als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal gesehen werden, denn hatte man vorher bereits einige Bärlauchblätter in der Hand, kann man nicht mehr unterscheiden, ob der Geruch von der Hand oder den gerade gepflückten Blättern stammt.
  • Die hochgiftige Herbstzeitlose (3-4 Blätter sind bereits tödlich) besitzt mehrere ineinanderverdrehte Blätter an einem umfassenden Stengel (siehe Bild unten).
  • Wichtige Unterscheidungsmerkmale zwischen dem ebenfalls giftigen Maiglöckchen und Bärlauch ist zum einen der beim Maiglöckchen rötliche untere Stengel (siehe Bild unten), und zum anderen, dass beim Maiglöckchen meist zwei Blätter den selben Stiel besitzen.
  • Das gefährliche an Salomonssiegel: die Pflanzen mischen sich manchmal in Laubwäldern zwischen vorkommende Bärlauchpflanzen. Beim Salomonssiegel stehen aber mehrere Blätter wechselständig am selben Stengel.
links: Herbstzeitlose, rechts: Maiglöckchen

links: Herbstzeitlose, rechts: Maiglöckchen

Einen sehr guten Link mit weiteren Bildern findet ihr übrigens auf der Seite der Österreichischen Apothekerkammer oder bei der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES).

Viel Spass beim Sammeln und kochen!!

 

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