Lavendel (Lavandula angustifolia)

Lavendel ist nicht nur eine wohlriechende Augenweide, sondern besitzt auch eine Reihe von  Wirkeigenschaften. Er wirkt beruhigend, angstlösend und das reine ätherische Öl sogar stark keimhemmend.

Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Ätherisches Öl
Wirkstoffe: Ätherisches Öl (v.a. Linalylacetat, Linalool), Gerbstoffe
Wirkeigenschaften: beruhigend, angstlösend, antibakteriell, pilzhemmend, schmerzstillend, insektenabwehrend, krampflösend, entzündungshemmend
Wirkmechanismus: Lavendelblüten wirken beruhigend und angstlösend. Das ätherische Öl entfaltet auf der Haut aufgetragen pilzhemmende und antibakterielle Wirkungen, weshalb es sich auch als wundheilungsförderndes Mittel und zur Behandlung von Akne eignet. Zudem bewirkt Lavendel innerlich eingenommen entzündungshemmende und entspannende Wirkungen, die vor allem bei Reizmagen und Blähungen hilfreich sein können.

Lavendelblüten

Wissenschaftlich belegte Anwendungen:

  • Als Tee, oder in Form des reinen ätherischen Öls (3 Tropfen auf einem Zuckerwürfel) bei Unruhezuständen, Einschlafstörungen und ängstlichen Verstimmungen
  • Als Tee oder in Form eines wässrig-alkoholischen Auszuges innerlich bei dyspeptischen Beschwerden (Reizmagen), nervöse Darmbeschwerden und Appetitlosigkeit

Weitere Anwendungen aus der Volksmedizin:

  • Als reines ätherisches Öl in einer Mischung mit Mandelöl als Massageöl oder der Tee als Badezusatz äußerlich bei Verspannungen und Unruhezuständen
  • Als reines ätherisches Öl auf Insektenstiche und Aknepusteln aufgetragen
  • Als reines ätherisches Öl als insektenabwehrendes Mittel

Lavendel

Tagesdosierung: Die mittlere Tagesdosierung für Erwachsene liegt bei 5 g der getrockneten Blüten aufgeteilt auf 2 bis 3 Tassen Tee pro Tag. Für einen Badezusatz verwendet man 100 g getrocknete Blüten pro 20 l Wasser. Innerlich können 3 Tropfen ätherisches Öl auf einem Zuckerwürfel eingenommen werden

Anwendung bei Kindern: Auch wenn es keinerlei Hinweise auf negative Effekte bei Kindern gibt, wird die Anwendung aufgrund fehlender Daten erst ab 12 Jahren empfohlen.

Risiken und Nebenwirkung: Lavendel ist als Tee und sogar in Form des ätherischen Öls sehr gut verträglich. Allerdings sollte das Lavendelöl nie bei Kleinkindern und Säuglingen, sowie in der Nähe der Augen aufgetragen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit: Derzeit liegen keine Hinweise auf eine schädigende Wirkung bei der Einnahme während Schwangerschaft und Stillzeit vor. Eine Anwendung kann aufgrund fehlender Daten trotzdem nicht empfohlen werden.

Anmerkungen zur Zubereitung: Aus Lavendel lassen sich auch alkoholische Tinkturen und Auszüge herstellen, die als Gesichtswasser bei Akne und als Einreibung bei Muskel- und Gelenkschmerzen verwendet werden können. Hierzu werden 10 g Lavendelblüten mit ca. 100 ml 40-50% Alkohol übergossen, zwei Wochen stehen gelassen (in dieser Zeit immer wieder umgeschüttelt) und anschließend abfiltriert.

Kurioses: Aufgrund seiner insektenabwehrenden Wirkung, wird Lavendel seit Jahrhunderten als mottenabwehrendes Mittel in Kleiderkästen gelegt oder auf die Haut aufgetragen um sicher vor Insektenstichen zu sein.

Lavendelfeld


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