Beinwelltinktur

Das Frühjahr und der Herbst eignen sich am besten, um die Wurzeln des Beinwell auszugraben und daraus eine schmerzstillende Tinktur herzustellen. Die Beinwelltinktur hat in dieser Hinsicht eine jahrhundertelange Tradition.

Früher nannte man Beinwell – unter anderem auch Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert – „Consolida“. Consolida ist Latein und heißt übersetzt soviel wie „zusammenwachsen“. Beinwell war nämlich in Europa bereits in der Antike eine wichtige Heilpflanze bei Knochenbrüchen und anderen Verletzungen. Das verwundert nicht, bezeugt doch auch die moderne Forschung, dass Beinwell – äußerlich verwendet – eine hervorragende schmerzstillende und regenerierende Wirkung besitzt.

Zutaten:
ca.150 g frische oder 100 g getrocknete Beinwellwurzel
500 ml 40% Alkohol

Zubereitung: Man gibt die grob zerkleinerte Beinwellwurzel in ein mindestens 1 l fassendes Gefäß und schüttet den Alkohol darüber. Das Gefäß wird verschlossen und an einem dunklen Ort für 3 Wochen stehen gelassen. In dieser Zeit sollte man das Ganze immer wieder kurz umschütteln. Anschließend filtriert man die gewonnene tiefschwarz gefärbte Tinktur in eine saubere Flasche ab.

Wofür eignet sich die Beinwelltinktur?
Beinwell wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend, abschwellend und regt die Regeneration von Gewebeschäden an. Es ist somit ein passendes Heilmittel bei leichten Prellungen, Verstauchungen oder auch Gelenks- oder Muskelschmerzen. Hierzu wird die Tinktur mehrmals täglich als Umschlag oder Wickel auf die schmerzenden oder geschwollenen Stellen aufgelegt.

Vorsicht! Aufgrund der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide darf die Anwendung nur äußerlich auf intakter Haut erfolgen. Bei der innerlichen Anwendung kann es nämlich durch die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide zu Leberschäden kommen.

Haltbarkeit und Lagerung: Lichtgeschützt bei Raumtemperatur ist die Tinktur ca. 2 Jahre haltbar.

  1. Hallo, danke für die hilfreichen Tipps! Warum ist Sommer für die Herstellung der Tinktur ungünstig? LG Franzi

    • Arnold Achmüller

      Liebe Franzi,
      es wäre nur ungünstig die hierfür nötige Wurzel im Sommer zu graben, denn idealerweise sollte man die Wurzeln im Herbst oder Frühling sammeln. Der Wirkstoffgehalt der Wurzel wäre ansonsten niedriger. Die Tinktur kann man ansonsten natürlich auch im Sommer zubereiten (entweder mit dem Kraut oder mit Wurzeln die man bereits im Frühling gegraben, oder die man anderwertig – z.b.- aus der Apotheke – erworben hat). Lg

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