Erkältungstee

Herbstzeit ist Erkältungszeit. Und weil man dagegen auch pflanzlich so einiges machen kann, haben wir für euch ein passendes Teerezept zusammengestellt um Schnupfen, Frösteln und kratzigen Hals zu lindern.

Es gibt eine ganze Reihe an Heilpflanzen, die sich für einen Erkältungstee eignen. Was auf keinen Fall fehlen darf sind Holunder- und Lindenblüten. Diese wirken schweißtreibend und dadurch fiebersenkend. Untersuchungen zeigten, dass Lindenblütentee vor allem am Nachmittag und frühen Abend fiebersenkende Effekte entfaltet, während er vormittags wenig ausrichtet. Das kennen manche von euch vielleicht aus eigener Erfahrung.
Sinnvoll ist auch die Zugabe einer Heilpflanze mit Salicylatgehalt, beispielsweise Mädesüß. Die enthaltenen Salicylate wirken fieber- und schmerzstillend, der Wirkmechanismus ist dem des Aspirins® vergleichbar, aber schwächer ausgeprägt. Übrigens Aspirin® trägt einen Teil seines Namens von dem ursprünglichen Name des Mädesüß – dem Spierstrauch. Denn Aspirin® wurde tatsächlich ursprünglich aus den Salicylaten des Mädesüß (neben jenen der Weidenrinde) hergestellt.
Die im Herbst rot glänzenden Hagebutten sind ebenfalls eine wichtige Zutat. Hagebutten enthalten nicht nur Vitamin C sondern auch Flavonoide und antioxidative Anthocyane.
Mit Spitzwegerich haben wir auch eine Zutat gewählt, die trockenen Hustenreiz mildern kann. Spitzwegerich wirkt nämlich durch die enthaltenen Schleimstoffe reizstillend an den Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum.
Zu guter Letzt geben wir auch Himbeerblätter in den Tee. Diese verhindern durch feine Häarchen, die sich an den Blättern befinden, dass sich die Teemischung entmischt und kompakter wird. Denn speziell die feinen Holunderblüten würden sich ansonsten am Boden der Teemischung konzentrieren.
Zur Teemischung kann man grundsätzlich auch etwas Süßholzwurzel hinzufügen. Diese schmeckt süß, wirkt entzündungshemmend und durch die enthaltenen Saponine schleimlösend. Gibt man diese hinzu, sollte man den Tee maximal 3 Wochen trinken und muss ihn auch etwas länger ziehen lassen.

Rezept für Erwachsene (für 100g)
15g  Lindenblüten
20g  Holunderblüten
20g  Mädesüßkraut
20g  Hagebuttenfrüchte (zerkleinert
15g  Spitzwegerichblätter
10g  Himbeerblätter
(evt. auch 10g Süßholzwurzel)

Zubereitung
Man gibt die grob zerkleinerten Pflanzen nacheinander in eine Schüssel und mischt die Zutaten gut durch. Dann wird die Teemischung in lichtundurchlässige Teesäckchen oder in eine Teedose abgefüllt.
Für die Zubereitung nimmt man 1 Esslöffel der Teemischung pro Tasse. Dies kann man bei Erkältungskrankheiten 3-4 mal täglich oder einfach als Wintertee abends trinken.

Für Kinder
Linden- und Holunderblüten sind hervorragende Erkältungstees für Kinder. Mädesüß eignet sich dagegen nicht für Kinder unter 12 Jahren (Vorsichtshalber, auch wenn aus der Literatur keine negativen Auswirkungen bekannt sind). Auch Süßholzwurzel sollte bei Kinder nur in kleinen Dosen verabreicht werden.

Rezept für Kinder (für 100g)
30g  Lindenblüten
20g  Holunderblüten
20g  Hagebutten
20g  Spitzwegerichblätter
10g  Himbeerblätter

Erkältungen und vor allem Grippe dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sollten sich die Symptome nicht innerhalb weniger Tage bessern, sich verschlechtern oder auch bei hohem Fieber ist ein Arztbesuch unumgänglich.

Neben dem Rezept für den Erkältungstee findet ihr zahlreiche weitere Rezepte und Tipps auch im Band 3 der neuen Kraut und Wurzel Reihe: „Husten und Schnupfen“
(Ladenpreis 10 Euro, ISBN:978-8872836514)

  1. Deshalb sollte man frühzeitig daran denken, Linden- und Holunderblüten zu sammeln. Die anderen Zutaten gibt’s dann in der Apotheke.

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