Salbei Wechseljahre Halsschmerzen schwitzen

Salbei

Salbei gehört seit der Antike zum Arzneimittelschatz Europas. Schon der lateinische Name salvia stammt aus dem Wort salvare, also heilen. Salbei ist nicht nur ein wichtiges Heilmittel der traditionellen Heilkunde Europas, sondern eignet sich auch als Gewürz und gilt im Mittelmeerraum auch als Insekten abwehrendes Mittel. Hieronymus Bock schrieb in seinem Kräuterbuch im 16. Jahrhundert: „Unter allen Stauden steht kaum ein Gewächs über dem Salbei, denn es dient dem Arzt, dem Koch, im Keller, den Armen und den Reichen“. Und bis heute wird Salbei vielerorts (z.B. in Südtirol) „Heil aller Schäden“ genannt.

Verwendete Art: Echter oder Dalmatinischer Salbei (Salvia officinalis) und Dreilappiger Salbei (Salvia fruticosa)
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Sammelzeitpunkt: Mai bis Juli
Wirkstoffe: Ätherisches Öl (1-2,5%), Gerbstoffe, Bitterstoffe

Wissenschaftlich belegte Anwendungen:

  • Tee oder auch die Tinktur als Gurgellösung bei Entzündungen im Mund und Rachenraum und bei Halsschmerzen
  • Tee bei Verdauungsbeschwerden
  • Tee oder Kapseln bei übermäßigem Schwitzen (Kapseln sind meist thujonfrei)

Weitere Anwendungen aus der Volksmedizin:

  • Tee zum Abstillen
  • Tee bei Husten und Asthma
  • Als Waschung bei Akne und Hautausschlägen
  • Tee und der Ölauszug äußerlich bei Wunden
  • Frische zerdrückte Blätter als Linderung auf Insektenstiche
  • Tee und der Weinauszug bei Nervosität und Schlaflosigkeit

Tagesdosierung: 4 g Salbeiblätter, aufgeteilt auf mehrere Tassen pro Tag.

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Salbeiblätter

Anwendung bei Kindern: Der Tee sollte nur kurze Zeit (einige Tage) verwendet werden. Als Tagesdosierungen gelten ab 1 Jahr:

1-4 Jahre 4-10 Jahre 10-16 Jahre
1-3 g 3-4 g 4-6 g

Risiken und Nebenwirkung:
Salbei enthält Thujon, das in hohen Mengen (Tagesdosen über 15 g Salbeiblätter) und bei längerer Anwendung zu Hitzegefühl, Herzrasen und Schwindelattacken führen kann. Das reine ätherische Öl sollte nicht innerlich verwendet werden, da es zu thujonreich ist.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Wegen des enthaltenen Thujons sollte Salbei in der Schwangerschaft nicht verwendet werden. Nach Meinungen in der Erfahrungsmedizin reduziert Salbeitee die Milchproduktion, weshalb man in der Stillzeit Salbei nur in kleinen Mengen zu sich nehmen sollte.

Weitere Rezepte findet ihr in unseren Büchern.Kraut und Wurzel, Bücher, Kindergesundheit, Frauengesundheit, Verdauung und Entschlackung, Haut und Haare, Husten und Schnupfen

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