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Zwiebel (Allium cepa)

Die Zwiebel zählt zu den populärsten Hausmitteln gegen Erkältungskrankheiten. Doch die Zwiebel befreit nicht nur verschleimte Atemwege, sondern schützt auch das Herz und die Blutgefäße.

Verwendete Art: Küchenzwiebel (Allium cepa)
Verwendete Pflanzenteile: 
Zwiebel (stark gestauchte Sprossachse)
Sammelzeitpunkt: August
Wirkstoffe: Schwefelhältige Aminosäuren (u.a. Alliin, Allicin), ätherisches Öl, Flavonoide, Phenole
Wirkeigenschaften: Antiartheriosklerotisch, entzündungshemmend, antibakteriell, antiasthmatisch, schleimlösend, appetitsteigernd
Wirkmechanismus: Die schwefelhaltigen Verbindungen der Zwiebel hemmen die Produktion entzündungsauslösender Stoffe. Zudem wirken diese blutverdünnend, leicht blutdrucksenkend und reduzieren leicht die Blutfettwerte. Dadurch ergibt sich ein schützender Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem.
In den Atemwegen kommen zudem antibakterielle, antiasthmatische und schleimlösende Effekte zum Tragen. In den Verdauungsorganen wirkt Zwiebel einerseits antibakteriell und zum anderen appetitanregend.

Wissenschaftlich belegte und von Fachgesellschaften (ESCOP, HMPC, Kommission E) empfohlene Anwendungen:

  • Innerlich eingenommen zur Appetitsteigerung, sowie zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßerkrankungen

Weitere Anwendungen aus der Volksmedizin:

  • Innerlich als Zwiebelsirup (als Schichtsirup) bei verschleimten Atemwegen
  • Äußerlich als Wickel bei Ohrenschmerzen und verschleimten Atemwegen
  • Äußerlich den frischen Zwiebelsaft auf Insektenstiche

Tagesdosierung: Bei verschleimten Atemwegen kann 3- bis 4-mal täglich je 1 Teelöffel des Schichtsirups eingenommen werden. Zur Prophylaxe altersbedingter Gefäßerkrankungen sollt man täglich 50 g frische oder 20 g getrocknete Zwiebeln einnehmen.

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Küchenzwiebel

Anwendung bei Kindern:
Wegen der blähungsfördernden Wirkung sollte man kleinen Kindern keinen Zwiebelsaft verabreichen. Man kann Zwiebelscheiben aber im Kinderzimmer verteilen, da die schwefelhaltigen Verbindungen flüchtig sind und auf diese Weise über die Atemwege aufgenommen werden können.

Risiken und Nebenwirkung: Innerlich eingenommen können Zubereitungen aus der Zwiebel zu Blähungen führen.

Schwangerschaft und Stillzeit: Derzeit liegen keine Hinweise auf eine schädigende Wirkung bei der Einnahme während Schwangerschaft und Stillzeit vor.

Anmerkungen zur Zubereitung: Ein Zwiebelsirup lässt sich in Form eines Schichtsirups innerhalb weniger Stunden bereiten.

Kurioses: Der Zwiebelsirup ist wohl eines der weltweit populärsten Hausmittel gegen Husten. Auf allen Kontinenten wird – teilweise in leicht abgeänderten Variationen – der Zwiebelsirup hergestellt. In Haiti gibt man beispielsweise auch den Saft einer Zitrone zum Sirup hinzu.

Weitere Infos, Tipps und Rezepte findet ihr in unseren Büchern.Kraut und Wurzel, Bücher, Kindergesundheit, Frauengesundheit, Verdauung und Entschlackung, Haut und Haare, Husten und Schnupfen

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